loader image

Wissenschaft und Sport: Dennis Urhausen überzeugt in Zagreb und bei der Deutschen Meisterschaft in Heide

von Jürgen Sabel | 28.09.2026

Im Rahmen der Turn-Europameisterschaften 2026 in Zagreb nahm TV-Mitglied Dennis Urhausen vom 19. bis 23. August an der internationalen Fachtagung "Smarter Gymnastics" teil und vertrat dort die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS). Die Konferenz fand parallel zur EM in der kroatischen Hauptstadt statt und verfolgte ein klares Ziel: Wissenschaft und Praxis im Turnsport enger zusammenzubringen. Urhausen brachte dabei bewusst kritische Fragestellungen aus der Biomechanik und der Kampfrichterwertung in die Diskussion ein. Können Kampfrichter, die im Code of Points geforderten Bewegungsmerkmale in Sekundenbruchteilen überhaupt zuverlässig wahrnehmen und beurteilen? Es war seine erste Konferenzteilnahme dieser Art – ein besonderer Meilenstein, sich mit Forschern und Trainern aus ganz Europa auf internationaler Bühne auszutauschen und eigene Denkanstöße einzubringen.

Foto: Jonas Rohleder

Nur wenige Wochen später, am 19. September, stand für Urhausen der nächste Höhepunkt an. Für den TV Eintracht 1862 Cochem e.V. ging er bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften im Jahn-Neunkampf an den Start, zu der sich Athleten aus ganz Deutschland qualifiziert hatten. Der Neunkampf verlangt echte Vielseitigkeit: Turnen, Leichtathletik und Schwimmen müssen an einem Wettkampftag gemeistert werden. Seine Stärken spielte Urhausen dabei vor allem im Turnen aus, seiner Hauptsportart, mit soliden Leistungen an Boden, Sprung und Parallelbarren. Auch im Wasser überzeugte er, allen voran beim 25-Meter-Tauchen, wo ihm seine beste Einzelleistung des Tages gelang. Am Ende belegte Dennis Urhausen den achten Platz bei den Deutschen Meisterschaften, und dass bei einer neuen persönlichen Bestleistung in der Gesamtpunktzahl von 89,961 Punkten.

Ob am Rednerpult in Zagreb oder auf der Wettkampfmatte in Heide: Dennis Urhausen zeigt, dass sein Engagement für den Turnsport weit über die reine Wettkampfteilnahme hinausgeht. Mit seinem wissenschaftlichen Blick auf den Turnsport trägt er dazu bei, Forschung und Trainingspraxis enger zusammenzubringen, eine Verbindung, von der langfristig auch die Vereinsarbeit vor Ort profitieren kann.